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Am letzten Samstag fand im
Rugby-Park des Wormser Heinrich-Völker-Bades der erste Jugendaktionstag
statt. In Zusammenarbeit mit dem Rugby-Verband Rheinland-Pfalz will der RC
Worms der Entwicklung des Jugendrugbys in kleineren Vereinen unter die Arme
greifen.
Während größere Rugby-Vereine über etablierte Jugendteams
verfügen, steht man in kleineren Vereinen oft vor der Problematik, dass zwar
zahlreiche Jugendliche interessiert am Training teilnehmen, sie sich aber so
über die einzelnen Altersklassen erstecken, dass in keiner eine komplette
Mannschaft zur Teilnahme an einem geregelten Spielbetrieb gestellt werden
kann. Aber gerade Jugendliche müssen bei der Stange gehalten werden, um sie
nicht wieder an andere Sportarten mit größerer Popularität und besserer
Infrastruktur zu verlieren.
In dieser Situation steckend,
kamen die Organisatoren des RC Worms die Idee, mit Rugby-Vereinen in gleicher
oder ähnlicher Situation mit der regelmäßigen Ausrichtungen von
"Jugendaktionstagen" ein Netzwerk der Zusammenarbeit zu schaffen,
bei dem alle Vereine gleichermaßen profitieren.
Das Prinzip ist verblüffend einfach: Ein erfahrener Jugendtrainer wird
eingeladen, der mit den anwesenden Jugendteams, aller Altersklassen, und
deren Trainern ein gemeinsames Training veranstaltet. So haben gleichermaßen
die Jugendlichen die Chance, im großen Kreis ambitioniert zu trainieren und
vereinsübergreifend Bekanntschaften zu machen, als auch die, meist recht
jungen, Jugendtrainer durch das gemeinsame Training neue Impulse und
Erfahrungen für ihre Vereinsarbeit zu sammeln.
Am letzten Samstag fand im Wormser Rugby-Park des Heinrich-Völker-Bades nun
der erste solche Jugendaktionstag statt. Die Resonanz war trotz des
verregneten Herbstwetters recht gut, und so begrüßte Jörg Barthel, Jugendwart
des Rugby-Verbandes RLP, Jugendspieler und deren Trainer aus Karlsruhe, Bühl,
Worms und ein Schülerteam aus Kirchheimbolanden. Nach Absprache der
Jugendtrainer, unter Moderation des erfahrenen Jugendwartes, trainierte man
zunächst über zwei Stunden gemeinsam und teilte schließlich die Jugendlichen
in sechs kleinere Teams auf, die auf einem Kleinfeld nach und nach alle
gegeneinander spielten. Unverkennbar hatten hierbei alle einen großen Spaß.
Die Zuschauer, teilweise aus Worms kommend, teilweise mit angereist, staunten
nicht schlecht, wie schnell die jungen Spieler das im Training gerade erst
beigebrachte direkt umsetzten. Nach insgesamt vier Stunden war der erste
Jugendaktionstag schließlich erfolgreich abgeschlossen und RLP-Jugendwart
Jörg Barthel resümierte im Sinne aller: "Es ist einfach fantastisch, zu
sehen, wie dankbar die Jugendlichen sind, wenn man ihnen mit guter
Organisation die Möglichkeit zum Trainieren und Spielen gibt."
Ralf Heiser, organisatorischer
Kopf des RC Worms dachte bereits an die nächsten Schritte: "Wir müssen
hier unbedingt weitermachen, um auch abseits der Rugby-Hochburgen unseren
Sport im Jugendbereich auf breitere Beine zu stellen. Die Jungs und Mädels
sind nicht anspruchsvoll, sie wollen nur ernstgenommen werden und spielen. Es
kann so einfach sein! Im nächsten Frühjahr geht's weiter, dann vielleicht
sogar über zwei Tage mit Zelten!"
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